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Testbedingungen

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Vorbereitung (Welche Voraussetzungen müssen Hersteller erfüllen?)
In der Vorbereitung auf Tests empfehlen wir Herstellern die Integration einer Schnittstelle zur Systemdatenanalyse (Debug-Schnittstelle) oder eines Visualisierungstools für Betriebsparameter.
Netz­werk­kon­fi­guration der GeräteDHCP und AutoIP sind erforderlich, statische IP ist optional.Die Anforderungen der Spezifikation "EEBUS TS Additional Requirements For Ship Nodes" bilden die Basis der Tests. Diese steht im Downloadbereich auf eebus.org zur Verfügung.
Unterstützung der Use CasesGerätespezifische Use Cases umfassen LPC, LPP, MGCP und MPC.Weitere Informationen können dem Whitepaper zu den "EEBUS Solutions" sowie der technischen Use Case Spezifikationen und dem Implementation Guideline im Downloadbereich von eebus.org entnommen werden. Die Anforderungen dieser Dokumente bilden die Basis der Tests.
Rechtlicher RahmenFür die Teilnahme ist eine schriftliche Zustimmung der Nutzungsbedingungen erforderlich.Die Nutzungsbedingungen können hier heruntergeladen werden.
Durchführung (Welche Kriterien werden im Rahmen der Tests untersucht?)
1. Modul – Integrationstest (virtuelle Umgebung)
Testen der Use Case Funktionalität (Solution Power Limitation); inklusive SPINE und SHIP.Automatisierte Tests mittels Testtool gemäß EEBus-Testspezifikationen.

Entspricht der VDE-AR-E 2829-6; Teil 1 bis 4.

Unsere Testspezifikationen stehen im Downloadbereich auf eebus.org zur Verfügung.
Diese liegen dem DKE vor, um zukünftig in die VDE-AR-E 2829-6 Teil 5 überführt zu werden.

Unsere aktuellen Testmöglichkeiten können hier eingesehen werden.
2. Modul – Systemtest (im realen Referenzaufbau)
Testen der NetzwerkkonfigurationUnterstützung von dynamischer IP-Adressvergabe (DHCP und AutoIP)
Falls nein, Fallback: statische IP
Testen des Installationsprozess mit einer GegenstelleAufbau einer Verbindung zur Gegenstelle: - Herstellung eines Vertrauensverhältnisses - Initiierung des Verbindungsaufbaus Optisches Auslesen des eigenen Geräte-SKI (Subject Key Identifier) mittels QR-Code zur Verwendung in der Zertifikatsüberprüfung.
Bereitstellen des eigenen mDNS-Dienstes (Announcement) und der geforderten Informationen im Datenfeld „txt-Record“. Dient der Gegenstelle, das eigene Gerät auf IP- Ebene im Netzwerk zu identifizieren.
Kontrolle, ob die Gegenstellen korrekt in der eigenen Hersteller-App, der gerätespezifischen Web-Benutzeroberfläche oder auf dem Geräte-Display erscheinen.
Geräte sehen und bestätigen – idealerweise in nur 3 Menüschritten (Einstellungen → EEBUS → Geräteliste). In der Geräteliste kann die Gegenstelle bestätigt werden.
Testen der Solution Leistungslimitierung (Power Limitation)§ 14a Vorgaben (Systemtest von SMGW, Steuerbox/CLS-Gateway, EMS und SteuVE)Leistungslimitierung:
Die Leistungslimitierung PLim erfordert das Akzeptieren des festgelegten Limits, wobei die physikalischen Parameter gemäß der Best-Practice-Tabelle (siehe unten) berücksichtigt werden müssen. Es wird die reale Leistungsaufnahme entsprechend der empfohlenen physikalischen Parametern gemessen. Diese wird über einen bestimmten Zeitraum ermittelt und darf im Mittelwert nicht den Wert der gesendeten Leistungslimitierung überschreiten.

Ein effektives Energiemanagementsystem spielt eine entscheidende Rolle bei der Einhaltung der Leistungslimitierung in komplexen Systemen. Das EMS erhält daher eine Leistungslimitierung PLim, welche es auf steuerbare Verbraucher (SteuVE) aufteilen muss. Es wird die reale Leistungsaufnahme aller Geräte gemessen. Diese werden über einen bestimmten Zeitraum ermittelt und darf im Mittelwert nicht den Wert der gesendeten Leistungslimitierung überschreiten, was bedeutet, dass die Summe der gemessenen Leistungen der SteuVEs stets kleiner oder gleich PLim sein muss.
Nachweiserfüllung:
Das Acknowledgement (ACK) des limitierten Gerätes bestätigt der Gegenstelle, dass das Limit akzeptiert wurde. Es wird das korrekte Senden und Empfangen des ACK überprüft.

Ein Energiemanagementsystem (EMS) kann hierbei 2 Strategien verfolgen:
  • Das EMS sendet erst dann ein ACK an seine Gegenstelle, wenn es zuvor alle ACKs von den angeschlossenen Devices erhalten hat.
  • Solange ein EMS sicher ist, dass es eine gerade erhaltenen Leistungsbeschränkung erreichen kann, antwortet es sofort mit einem ACK.
Failsafe Limit:
Für die Failsafe-Konfiguration ist es essenziell, den empfangenen Wert zu akzeptieren und diese Akzeptanz durch eine (persistente) Speicherung sicherzustellen. Dies gewährleistet eine zuverlässige Anwendung der festgelegten Limits, insbesondere im Falle eines Verbindungsabbruchs. Hierfür wird die Gegenstelle vom Gerätes getrennt und anhand der realen Leistungsaufnahme überprüft, ob das zu testende Gerät den Failsafe State einnimmt.
MPCDer gesendete Leistungswert wird mit der real gemessenen Leistung verglichen.
Nachbereitung (Wie geht es weiter?)
Compatibility list inclusion (Funktionalität gemäß LPC Use Case – Interoperabilität) Erfolgreiche Tests ermöglichen die Aufnahme in die Interoperabilitätsliste.

Best Practice Tabelle:

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Die Zeiten sowie die Leistungswerte können je nach Gerät variieren. Je nach spezifischen Leistungsbereich des Geräts ist ein Wert innerhalb dieses Bereichs zu wählen. Bis zum Erreichen der Leistungsreduzierung ist eine maximale Zeitdauer je nach Gerätetyp zu wählen.
Best Practice
EVSE
HP
EMS
Reaktionszeit LPC Limit
Limit erreicht nach: 60s
Limit erreicht nach: 300s (5min)
Limit(s) weitergereicht nach:
30s
Genauigkeit des LPC-Limits
+/-5%

(PSteuVE / 10s ≤ PLim)
+/-5%

(PSteuVE / 10s ≤ PLim)
+/-5%

(∑PSteuVE / 10s ≤ PLim)
Antwortzeit ACK (Vorgabe SPINE Protocol Specification)
up to 10s
up to 10s
up to 10s
Zeit bis Wechsel in den failsafe state ohne empfangenen Heartbeat
120s
120s
120s (EMS mit LPC Server Funktionalität)
Failsafe Duration Minimum (Minimale Dauer im Failsafe State)
7200s (120min)
7200s (120min)
-
Failsafe Consumption Active Power Limit (Default-Wert; realer Wert wird im laufenden Betrieb angepasst)
Gemäß § 14a:
4.2kW
Gemäß § 14a:
Berechnungsformel BNetzA
Gemäß § 14a:
4.2kW
Genauigkeit der gesendeten MPC-Leistung
+/-5%
+/-5%
+/-5%